Kunst im Kloster Hegne
Seit Jahrzehnten ist das Kloster Hegne ein Ort, an dem Kunst eine wichtige Rolle spielt. Mit der Gründung unseres Hotels St. Elisabeth zeigen wir Jahr für Jahr Ausstellungen sehr unterschiedlicher Richtungen. Ein Anspruch von uns ist es, Menschen durch die Begegnung mit Kunst in der Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen anzuregen.
Wir fördern den Dialog mit der Kunst, weil wir den Leitsatz der Kreuzschwestern „Bedürfnis der Zeit ist der Wille Gottes“ als Impuls für ein Heutig-Werden des Glaubens verstehen. Mit Ausstellungen, Werkaufenthalten und natürlich auch mit originalen Werken zeitgenössischer Künstler*innen in den Tagungs- und Arbeitsräumen des Hotels St. Elisabeth fördern und führen wir das Gespräch zwischen Kirche und Kunstschaffenden, zwischen Religion, Glaube und zeitgenössischer Kunst. Inspiriert von aktuellen gesellschaftlichen Strömungen befasst sich zeitgenössische Kunst mit existentiellen Fragen des Lebens, des Glaubens und Hoffens, des Gelingens und Scheiterns. Diesen Fragen möchten wir mit den Kunstausstellungen im Kloster Hegen nachgehen.
Kunst-Kuratorium & Ansprechperson
Um die Planung, Vorbereitung und Durchführung unserer Kunstausstellungen in den Räumlichkeiten des Hotels St. Elisabeth kümmerst sich seit 2023 ein Kunst-Kuratorium.
Mitglieder des Kuratoriums sind (von links nach rechts)
- Rosemarie Vollmer, Künstlerin
- Sr. Thomas Morus Güde, Referentin Theodosius Akademie
- Dr. Katharina Seifert, Leitung Referat Kunst, Kultur, Kirche, Erzb. Ordinariat Freiburg
- Sr. Mirjam Hinderberger, Koordinatorin für die Kunstausstellungen in der Theodosius Akademie
- Prof. Dr. Florian Kluger, Geschäftsführer des Klosters und Stiftungsvorstand der Stiftung Kloster Hegne
- Christoph Strobel, Hotelleiter
- Sr. Regina Lehman, Referentin Theodosius Akademie
- Constanze Ott, Schulleiterin und Geschäftsführerin Marianum – Zentrum für Bildung und Erziehung, Stiftung Kloster Hegne
Ansprechperson für unsere Kunstausstellungen und das Kuratorium ist Sr. Mirjam Hinderberger (+49 7533 807 722 oder srmirjam@theodosius-akademie.de).
Sie möchten Ihre Werke im inspirierenden Ambiente unsere Hotels St. Elisabeth ausstellen?
Im großzügigen Foyer und Aufenthaltsbereich unseres Hotels St. Elisabeth bieten wir Künstlerinnen und Künstlern die Gelegenheit, ihre Kunst einem breiten Publikum zu präsentieren und Teil einer besonderen Ausstellung zu werden.
Bei Interesse schicken Sie uns bitte eine aussagekräftige Bewerbung, die folgende Unterlagen umfasst:
- Ihren künstlerischen Lebenslauf (Vita)
- Ein kreatives Foto von sich – idealerweise in Aktion, wie Sie an Ihren Werken arbeiten
- Ein Lister Ihrer bisherigen Ausstellungen oder eine Auswahl Ihrer wichtigsten Stationen
- Mindestens 15 Fotos Ihrer Arbeiten, jeweils mit Angaben zu Größe, Technik, Entstehungsjahr und Titel
Ihre Bewerbung schicken Sie bitte an Sr. Mirjam Hinderberger (sr.mirjam@theodosius-akademie.de), Koordinatorin für den Bereich Kunstausstellungen. Beachten Sie bitte, dass unsere Ausstellungen bereits bis Sommer 2027 geplant sind.
Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Kunst kennenzulernen.
15. November 2026 – 20. Februar 2027 | 0:00
Jacques Gassmann
Jacques Gassmann (geb. 1963 in Heidelberg) zählt zu den markantesten Stimmen der zeitgenössischen Kunst. Mit einer eigenen, patentierten Technik aus Tusche und Wasser (Ogrody) schafft er Werke zwischen Abstraktion und Figuration – durchdrungen von spiritueller Tiefe und intensiver Linienführung. Der in Würzburg und Berlin lebende Künstler war mit seinen Werkzyklen (Apokalypse, Supersonic, Viriditas, Apart of Me) bereits international in Galerien und Museen vertreten. Besonders im sakralen Raum hinterlässt Gassmann eindrucksvolle Spuren: Altargemälde, Orgelgestaltungen und Glasfenster prägen Kirchenräume deutschlandweit.
29. November 2026 | 17:00 – 18:00
Ein musikalisches Porträt in fünf Stationen
Trio Noëma: Alessandra Marten , Fabienne Schwarz-Loy, Lea Roller
21. Februar 2027 | 17:00 – 18:00
Auf dem Weg nach Ithaca
Begeben Sie sich gemeinsam mit dem Klarisma Ensemble auf eine bewegende musikalische Reise durch drei Jahrhunderte, drei Länder und drei Kulturen. Werke von Bernhard Crusell, George Palmer und Rezső Kókai erzählen von Sehnsucht und Aufbruch, von Identität und Zugehörigkeit, und von der Suche nach Heimat – jenem Ort, zu dem wir immer wieder zurückkehren, geografisch, kulturell oder im Herzen.
10. April 2027 | 14:00 – 17:00
Gesang und Kontemplation als gelebte Spiritualität
Ein Workshop, der Gesang und Stille verbindet: Gesungen werden schnell zu erlernende geistliche Kanons und Gesänge von Helge Burggrabe aus dem HAGIOS-Liederzyklus, der die Gesangs-Tradition von Klöstern und Gemeinschaften wie Taizé fortführt. Das Seminar bietet neue Impulse für musikalische Gebetsformen im Alltag und stärkt den inneren Frieden, ohne den kein äußerer Friede möglich sein wird. Musikalische Voraussetzungen sind nicht notwendig, jede und jeder ist herzlich willkommen.
10. April 2027 | 19:00 – 20:00
Ein Liederabend mit Helge Burrgabe zum Innehalten, Lauschen und Mitsingen
Gemeinsam singen, Kraft schöpfen, Frieden spüren: HAGIOS verwandelt die Kirche in einen Klangraum aus Stille und vielstimmigem Gesang. Jede Stimme zählt – ein Abend zum Innehalten und Mitsingen.
2. Mai 2027 – 12. September 2027 | 15:00 – 20:00
Kunstausstellung von Cornelia Weihe
Cornelia Weihes Werk entfaltet sich im Dialog zwischen Handwerk, Wahrnehmung und Material. Malerei, Zeichnung und Skulptur werden zu Orten der Konzentration und des Rückzugs, in denen Figuren zwischen Realismus und Abstraktion entstehen. Raumzeichnungen aus Metallprofilen verleihen Linien physische Präsenz, modellierte Körper treten den Bildern gegenüber. Naturkräfte, biografische Spuren und widerständige Materialien wie Stahl, Gips und Ton formen ein Spannungsfeld, das Disziplin und Impulsivität miteinander verhandelt.
17. Mai 2027 | 19:00 – 20:00
Dialog zwischen Klavier und Orgel
Wenn Klaviersaiten und Orgelpfeifen miteinander sprechen: Nikolaj Leo Strauss und Roland Uhl bringen Beethovens 5. Klavierkonzert in einer eindrucksvollen Duo-Version zum Klingen.
13. Juni 2027 | 19:00 – 20:00
Chormusik der Moderne
In seinem neuen A-cappella-Programm „Let my love be heard“ widmet sich das Vokalensemble UniSono aus Konstanz ganz der faszinierenden Welt der zeitgenössischen Chormusik und bringt Werke auf die Bühne, die in den hiesigen Konzertsälen eine absolute Seltenheit darstellen. Das Publikum erwartet ein Entdeckerprogramm voller musikalischer Raritäten, unkonventioneller Klangfarben und tiefgreifender Emotionalität.
31. Oktober 2027 | 17:00 – 18:00
Ein musikalisch-literarischer Abend zum 40. Jahrestag der Seligsprechung von Schwester Ulrika Nisch
Mit Texten von und über Sr. Ulrika Nisch und von der Pianistin Hanna Choi ausgewählten und gespielten Klavierwerken, u.a. von Bach und Liszt, beleuchtet dieser musikalisch-literarische Abend das Geheimnis einer tiefen Gottverbundenheit.
14. November 2027 – 29. Februar 2028 | 15:00 – 20:00
Nina Joanna Bergold und Sarah Lehnert
Unsere Winterausstellung präsentiert Zeichnungen und Raumarbeiten der Künstlerinnen Nina Joanna Bergold und Sarah Lehnert.
Sarah Lehnert verbindet vielfältige Sujets aus unterschiedlichsten Kontexten zu einem Bildkosmos, der um existentielle Fragen von Werden, Vergehen und Überdauern sowie das fortwährende menschliche und künstlerische Streben kreist. Ausgehend von literarischen Texten und biografischen Materialien erzeugt Sarah Lehnert in ihren Bildwelten ein Spannungsfeld zwischen spielerischer Konstruktion und gesellschaftlichen Ordnungssystemen, die bewusst hinterfragt werden.
Nina Joanna Bergold zeichnet, meist mit Folie und Raum. Ihre großformatigen schwarzen Scherenschnitte werden, frei gehängt, zu raumgreifenden Rauminstallationen, die umrundet, durchblickt und auf verschiedene Weisen gelesen und begangen werden können. Auf- und abtauchend wie Gesehenes und wieder Vergessenes, wie Notiertes und wieder Verworfenes verbinden sich Details, Figuren und Szenen zu einer offenen Erzählung.
28. November 2027 | 17:00 – 18:00
Einstimmung in die Adventszeit
Das Adventskonzert mit Veronika Vetter und Roland Uhl verbindet alte und neue Klänge zu einem stillen Moment der Einkehr im Schein der Kerzen.
Bildquellen
- : Kai Schafler
- : Bild: Daniel Oblitas / Fotomontage: Matthias Weisgerber